Übergabe mobiler Verkehrsschulen

Quelle: Polizei Sachsen

Gemeinsame Medieninformation des Sächsischen Staatsministeriums des Innern und des Landesverkehrswacht Sachsen e.V.

Amtschef Ulf Bandiko übergab heute die im Jahr 2025 geförderten mobilen Verkehrsschulen an die Landesverkehrswacht Sachsen und die Verkehrswacht der Stadt Zwickau e.V. Das Sächsische Staatsministerium des Innern förderte zwei mobile Jugendverkehrsschulen und eine mobile Kindergartenverkehrsschule mit insgesamt 128.000 Euro.

Hintergrund ist die weiterhin hohe Zahl verunglückter Kinder im Straßenverkehr: Trotz leicht rückläufiger Zahlen verunglückter Kinder im Straßenverkehr wurden im vergangenen Jahr immer noch 1.255 Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt und zwei Kinder kamen dabei ums Leben. Um die Verkehrssicherheit frühzeitig zu stärken, setzt der Freistaat auf eine intensive Verkehrserziehung.
Bei den mobilen Verkehrsschulen handelt es sich um transportable Verkehrsübungsanlagen mit Fahrrädern, Verkehrszeichen, Ampeln und Markierungsmaterial. In diesen realistischen Übungsparcours kann mit den Kindern das Verhalten auf der Straße geübt werden. Die Fahrzeuge tragen zu einer flächendeckenden Verkehrserziehung im Freistaat Sachsen bei und ermöglichen vorschulische Projektumsetzung und schulische Radfahrausbildung auch dort, wo keine festen Verkehrsübungsplätze vorhanden sind.


Amtschef Ulf Bandiko: „Verkehrserziehung rettet Leben und beginnt bei den Jüngsten. Mein Dank gilt den ehrenamtlichen Mitgliedern der Landesverkehrswacht für ihren unverzichtbaren Beitrag, Kindern frühzeitig beizubringen, sich sicher und verantwortungsvoll im Straßenverkehr zu bewegen.“
Andreas Nowak, Präsident der Landesverkehrswacht Sachsen: „Jeder Verkehrsunfall ist einer zu viel, vor allem, wenn Kinder betroffen sind. Durch unsere Verkehrsschulen lernen die Kinder nicht nur ordentlich Fahrrad fahren. Die Verkehrsregeln spielen allgemein eine sehr große Rolle. Das nützt ihnen auch als Fußgänger. In beiden Verkehrsarten nehmen Kinder selbstständig am Straßenverkehr teil und verunglücken auch am meisten.
Deshalb ist diese Ausbildung so wichtig. Wir bedanken uns sehr herzlich beim Freistaat Sachsen und besonders bei Amtschef Bandiko, dass er unsere Arbeit für die Verkehrssicherheit von Kindern und Jugendlichen so leidenschaftlich unterstützt.

Wir danken dem Sächsischen Staatsministerium des Inneren für die Unterstützung.

Motorradmesse Leipzig 2026 – Sicherheit erleben, Saisonstart vorbereiten

Der Countdown zum Saisonauftakt lief: Vom 6. bis 8. Februar 2026 verwandelte sich die Motorradmesse in Leipzig erneut in den Treffpunkt der Zweiradwelt. Rund 59.000 Besucherinnen und Besucher nutzten die drei Messetage, um sich kurz vor dem traditionellen Saisonstart über aktuelle Trends, neue Modelle und innovative Technik zu informieren.

Auch die Landesverkehrswacht Sachsen e.V. war vor Ort vertreten und setzte auf Begegnungen und Beratung rund um das Thema Verkehrssicherheit. Im persönlichen Austausch konnten Interessierte Fragen zu allen sicherheitsrelevanten Aspekten stellen und mit unseren Simulatoren verschiedenste Verkehrssituationen realitätsnah und vollkommen risikofrei erleben.

Besonderes Interesse weckten der Motorradsimulator, der typische Szenarien aus dem Straßenverkehr zeigte und für mögliche Gefahren sensibilisierte, sowie der Brems- und Ablenkungssimulator, der Führerscheintest und der Rauschbrillenparcours. Ob als Tester oder Zuschauer – Verkehrssicherheit wurde für alle erlebbar gemacht.

Unser Dank gilt dem Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung, die unseren Messeauftritt ermöglicht haben. Wir wünschen allen Zweiradbegeisterten einen sicheren Start in die neue Motorradsaison und jederzeit gute Fahrt. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen auf der Motorradmesse Leipzig 2027.

Aktivurlaub weltweit – sicher unterwegs mit der Landesverkehrswacht Sachsen

Unter dem Messethema „Aktivurlaub weltweit“ fand vom 30. Januar bis 1. Februar 2026 die Reisemesse in Dresden statt. Über 300 Aussteller aus 17 Ländern präsentierten ihre Angebote rund ums Reisen und Unterwegssein. Bereits zum zweiten Mal war die Landesverkehrswacht Sachsen e.V. an allen drei Messetagen mit einem eigenen Stand vertreten.

Ob zu Fuß, mit dem Zweirad, dem PKW, VAN oder Wohnmobil – Mobilität im Urlaub bringt viele neue Eindrücke, aber auch besondere Herausforderungen mit sich. Genau hier setzte unser Messeauftritt an: Von den rund 30.000 Besucherinnen und Besuchern nutzten etwa 2.200 Interessierte die Gelegenheit, unseren Stand zu besuchen und sich intensiv mit dem Thema Verkehrssicherheit auseinanderzusetzen.

Mit unseren Simulatoren und moderierten Angeboten konnten Besucherinnen und Besucher unterschiedlichste Verkehrssituationen realistisch erleben und trainieren – ganz ohne Risiko. In zahlreichen persönlichen Gesprächen informierten unsere Verkehrswächterinnen und Verkehrswächter über typische Gefahren, neue Mobilitätsformen und sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Dabei wurde auch unser gemeinsames Ziel „Vision Zero“ – keine Verkehrstoten oder schwer verletzte Personen im Verkehr anschaulich vermittelt.

Besonders häufig standen E-Scooter und E-Bikes im Fokus der Gespräche, ebenso deren Auswirkungen auf den heutigen Straßenverkehr. Großen Anklang fand der Fahrradsimulator, der vor allem bei der jüngeren Generation auf großes Interesse stieß. Sehr gut besucht waren außerdem der Motorrad- und Ablenkungssimulator, der Sehtest, der Führerscheintest sowie der Rauschbrillenparcours.

Wir bedanken uns herzlich für das große Interesse, die spannenden Gespräche und das positive Feedback. Ein großer Dank geht ebenfalls an unser Förderministerium, dem Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung, die unseren Messeauftritt ermöglicht haben. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Offene Türen für Groß und Klein

by SLT/Thomas Schlorke

Fast 3.000 Besucherinnen und Besucher von Jung bis Alt nutzten die Gelegenheit, sich an diesem Tag im Sächsischen Landtag – gelegen direkt an der Elbe im Herzen von Dresden – ein Bild von der Konstellation und Arbeit des neu gewählten Landtages zu machen. Sie alle erwartete eine Mischung aus interessanten Informationen und abwechslungsreicher Unterhaltung.

Neben einem bunten Programm im Landtagsgebäude war auch auf dem Vorplatz einiges los. So konnte man sich an den Ständen der sächsischen Verkehrswachtorganisation an vielen Mitmach-Aktionselementen hautnah zum Thema Verkehrssicherheit informieren. Wer mutig war, setzte sich in den Überschlag- oder Aufprall-Simulator, um mehr über das Verhalten in extremen Gefahrensituationen zu erfahren.

Die Palette erstreckte sich von Angeboten für Kinder mit Fahrrad- und Bewegungs-Parcours, Wissensstraße, Verkehrszeichen-Quiz und selbstgemachte Buttons mit Verkehrsmotiven über Spannendes für Jugend und Erwachsene mit Motorrad-, PKW-, Ablenkungs-Simulator und Führerschein-Testfragen bis hin zu Tipps und Anregungen für die ältere Generation mit Rollator-Parcours, Seh-, und Reaktionstest.

Gleichzeitig gab es viele interessante Gespräche und Diskussionen rund um Verkehrssicherheit und ein verständnisvolles Miteinander aller, die im Straßenverkehr unterwegs sind: zu Fuß, mit dem Rad, motorisiert oder mit den Öffentlichen.

Unser herzlicher Dank geht an die Verkehrswächterinnen und Verkehrswächter aus Bautzen, Chemnitz, Glauchau, Dresden, Hoyerswerda, Leipzig, Mittweida, Niesky, Plauen, Pirna, Freital und Werdau. Sie sorgten an diesem Tag trotz einiger Regentropfen für eine eindrucksvolle Darstellung unserer Arbeit für mehr Sicherheit auf Sachsens Straßen. Dank auch dem Freistaat für die permanente Wertschätzung und Förderung unserer Arbeit.

Nowak Vizepräsident der Deutschen Verkehrswacht

Nowak Vizepräsident der Deutschen Verkehrswacht

DVW will erweiterte Radfahrausbildung für Schüler der 5. und 6. Klassen

Andreas Nowak ist neuer Vizepräsident der Deutschen Verkehrswacht. Der Leipziger Landtagsabgeordnete wurde auf der Jahreshauptversammlung in Mainz erstmalig in dieses Amt gewählt. Nowak führt die Landesverkehrswacht Sachsen seit 2017 und rückte nun ins Präsidium des Bundesverbandes. Präsident ist der ehemalige Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig. 

„Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Es ist das erste Mal, dass jemand aus Sachsen dem Präsidium angehört. Dies ist auch eine Wertschätzung unserer Arbeit, für die ich mich bei den Delegierten herzlich bedanken möchte“, so Andreas Nowak.

Die Deutsche Verkehrswacht ist die älteste Verkehrssicherheitsorganisation der Welt. Gegründet 1924, kümmert sie sich in allen Bundesländern ehrenamtlich um Verkehrsscherheitsarbeit vom Kindergarten bis ins hohe Alter. Ein Schwerpunkt bildet die Radfahrausbildung für Kinder und Jugendliche. „Wir starten im Kindergarten. Der Schwerpunkt liegt bisher aber auf der Ausbildung im Grundschulalter. Hier übernehmen wir die Lehrplanaufgabe und bilden gemeinsam mit der Polizei aus und bringen den Kindern die Grundlagen des Straßenverkehrs bei“, sagte der neue DVW-Vizepräsident. „Allerdings gibt es bisher keine deutschlandweiten Anschlussausbildungen. Ab der 5. Klasse werden die Schulwege länger und die Kinder steigen dann schon selbstständig aufs Fahrrad. Ab 10 Jahre dürfen sie auch nicht mehr auf dem Gehweg fahren. Es ist also mehr als nötig, die Ausbildung auf diese Altersklasse auszuweiten“, so Nowak. „Das zeigen auch die Unfallzahlen.“

Im Freistaat Sachsen gibt es dieses Ziel bereits seit 2019 im Koalitionsvertrag der schwarz-grün-roten Staatsregierung. „Die LVW Sachsen hat daraufhin ein Pilotprojekt in Leipzig gestartet. Mit dem Beschluss der DVW soll das nun verstetigt und bundesweit Standard werden“, sagte Andreas Nowak.

Zudem sollen Fortbildungen für pädagogisches Personal der Sekundarstufe I entwickelt und als Voraussetzung für die Durchführung der Trainings anerkannt werden. Somit können zum Beispiel auch Erzieherinnen und Erzieher in der Ganztagsbetreuung die Trainings anbieten.

Die DVW will ferner Fahrradtrainings für die Sekundarstufe I in ihr Programm aufnehmen und die Ausstattung von Jugendverkehrsschulen mit Lehrmitteln und Fahrrädern für Kinder ab zehn Jahren vorantreiben. Bereits 2019 hatte sich der Verband für die Weiterführung der schulischen Radfahrerziehung ausgesprochen und setzt seitdem das Pilotprojekt „Geschickt und sicher auf dem Rad!“ um, das Fahrradtrainings in der Sekundarstufe I erfolgreich erprobt und wissenschaftlich begleitet.

DVW-Präsident Prof. Kurt Bodewig: „Nach der Radfahrausbildung in der Grundschule gibt es lange keine vergleichbaren Angebote in der Verkehrserziehung von Kindern und Jugendlichen. Dabei sind wichtige Fähigkeiten für das sichere Radfahren noch nicht voll ausgebildet, was sich leider auch in den Unfallzahlen zeigt. Um diesen Bedarf zu decken, brauchen wir also eine feste Verankerung von Radfahrtrainings in der Sekundarstufe.“

In 2020 waren 57 Prozent der im Straßenverkehr verunglückten Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren mit dem Fahrrad unterwegs. Risiken ergeben sich unter anderem durch veränderte Rahmenbedingungen, denn durch den Schulwechsel erweitern sich Radius und Umfang der selbständigen Verkehrsteilnahme. Außerdem müssen Kinder nun den Radweg oder die Straße benutzen und mit komplexeren Verkehrssituationen zurechtkommen. Auch die Entwicklung bestimmter Fähigkeiten ist mit zehn Jahren noch nicht abgeschlossen. Kinder in der Altersgruppe lernen zum Beispiel noch, ihre Aufmerksamkeit vollständig auf den Straßenverkehr zu richten oder zwei Perspektiven zu koordinieren. Auch das Hemmen von Impulsreaktionen oder das Planen von Handlungsschritten fällt noch nicht leicht und soll in die Ausbildung integriert werden.