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Unfälle „erfahrbar“ machen - Zum Tag der Deutschen Einheit: Die Landesverkehrswacht Sachsen simuliert, wie schnell Unfälle entstehen − Politiker besuchen das Aktionsgelände

(3.10.18, Dresden) Zum Tag der Deutschen Einheit präsentiert sich die Landesverkehrswacht Sachsen (LVW) gemeinsam mit den örtlichen Verkehrswachten vor der prägnanten Kulisse des Landtags. Zahlreiche Besucher haben das Angebot genutzt, ihre eigenen Leistungs- und Reaktionsfähigkeiten zu testen. Mit ihren Simulatoren und Geräten möchte die LVW erfahrbar machen, wie schnell unaufmerksames oder unverantwortliches Verhalten zu einem schweren Unfall führen kann.

„Mit Theorie und dem moralischen Zeigefinger kommen wir nicht weiter. Der Besucher muss selbst erfahren, was es heißt, mit 10km/h auf ein Hindernis zu prallen. Das ist für die meisten ein Schock“, sagt Helmut Büschke, Geschäftsführer der LVW. Mit dem Aufprallsimulator zeigt die LVW zum Beispiel, welche Aufprallwucht bereits geringe Geschwindigkeiten haben können. Auch der Überschlagsimulator ist ein Highlight der Präsentation. Unter fachkundiger Anleitung ehrenamtlicher Mitarbeiter können die Besucher aus einem auf dem Dach liegenden Auto klettern – „Und so im Ernstfall besser Ruhe bewahren“, so  Büschke.   

Für die pädagogische Arbeit ist moderne Technik wesentlich. Dass die Finanzierung des gemeinnützigen Vereins auch zukünftig gesichert ist, sind weiterhin Fördermittel und Spenden nötig. Die Präsentation vor dem Landtag hat daher Symbolcharakter: „Verkehrssicherheit ist ein essentielles Thema in der politischen Agenda. Der Tag der Deutschen Einheit ist für uns eine gute Möglichkeit, Abgeordneten zu zeigen, was die Landesverkehrswacht Sachsen leistet und über neue Projekte zu sprechen“, sagt Dietmar Zanke, Vizepräsident der LVW.

Angeboten wurden unter anderem auch ein Rauschbrillenparcours, Seh- und Reaktionstests und ein Fahrradsimulator. Das Thema Radfahren wird immer wichtiger. Das Land Sachsen baut immer weiter das Radwegenetz aus und fördert das umweltfreundliche Fahren. „Das ist erfreulich, doch besonders in Großstädten ist zu beobachten, dass sich Fahrradfahrer nicht von nassem Laub oder früher Dunkelheit abschrecken lassen. Das sind alles Risikofaktoren, die zur aktuellen Jahreszeit vermehrt zu Unfällen führen“, so Büschke, „wir haben viel erreicht, wenn jeder Besucher mit einer Erkenntnis nach Hause geht und so die Straßen für alle ein Stück sicherer macht.“