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Grundschule Kamenz erhält neue Übungsfahrräder

Am Dienstag hat der Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV), Siegfried Brockmann, in Anwesenheit des 2. Stellvertretenden Oberbürgermeisters der Stadt Kamenz, Thomas Käppler, der Polizeioberrätin des Reviers Kamenz, Susann Benad-Uslaub, sowie dem Geschäftsführer der Landesverkehrswacht Sachsen Helmut Büschke, auf dem Gelände des Verkehrsgartens Kamenz acht neue Fahrräder an den Vizepräsidenten der Landesverkehrswacht Sachsen und Vorsitzenden der Kreisverkehrswacht Bautzen, Dietmar Zanke, übergeben.

Übergabe von 8 neuen Fahrrädern durch Herrn Siegfried Brockmann (UDV)

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unterstützt die Jugendverkehrsschulen in Deutschland mit insgesamt 90.000 Euro für neue Fahrräder und Ersatzteilbeschaffung. Davon gehen in diesem Jahr an die Jugendverkehrsschulen im Land Sachsen 2.250 Euro. In den vergangenen 3 Jahren erhielten die sächsischen Verkehrswachten aus GDV Mitteln insgesamt 35 Fahrräder im Wert von 6.500,00 Euro.

Die Kinder der Grundschule aus Kamenz, Macherstraße nahmen die Fahrräder entgegen und zeigten den Gästen und Medien, wie die praktische Radfahrausbildung durchgeführt wird. „Die Radfahrausbildung an den Grundschulen ist Teil des Lehrplans und leistet einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr“, sagte Dietmar Zanke, Vizepräsident der LVW. Verkehrssicherheit für Kinder sei ein Grundanliegen der Verkehrssicherheitsarbeit in Sachsen.

Nach Ansicht von Siegfried Brockmann wirke die Arbeit mit den Kindern über den unmittelbaren Sicherheitsgewinn hinaus. „In jungen Jahren werden Einstellungen für das Leben geprägt. Hier haben wir es in der Hand, ob wir später aufmerksame und rücksichtsvolle Verkehrsteilnehmer haben“, so Brockmann. Deshalb sei hier jeder Euro und jede ehrenamtliche Stunde gut investiert.

Die Landesverkehrswacht Sachsen (LVW) unterstützt auch im neuen Schuljahr die Radfahrausbildung an Grundschulen. Über 38.000 Schüler der 3. und 4. Klassen lernen die Grundlagen der Straßenverkehrsordnung. Die praktische Ausbildung erfolgt durch die Polizei in Zusammenarbeit mit den örtlichen Verkehrswachten in einer der 24 mobilen und 38 stationären Jugendverkehrsschulen. Damit übernehmen die Verkehrswachten einen wichtigen Teil der Verkehrserziehung im Freistaat Sachsen.

„Wir als LVW organisieren für den theoretischen Unterricht die Ausbildungshefte und die Lernzielkontrollbögen. Die Theorie ist Bestandteil des Lehrplans der 3. Klassen. In der 4. Klasse kümmern wir uns um die Praxis. Gemeinsam mit der Polizei bilden wir aus, stellen Fahrräder, Helme, Verkehrszeichen und weitere Ausrüstungen. Das erfolgt mit mobilen und stationären Jugendverkehrsschulen“, sagte Helmut Büschke.

„Durch die gute Zusammenarbeit zwischen LVW, Polizei und Schulen ist das Risiko der Schulkinder durch einen Unfall verletzt zu werden in den letzten zwanzig Jahren um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Dennoch sind im Jahr 2017 in Sachsen immer noch 438 Kinder als Radfahrer verunglückt, (1995 waren es 1.026). „Diese Zahl müssen wir weiter signifikant senken“, so Helmut Büschke.