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Unzureichende Fahrpraxis und Selbstüberschätzung
sorgen dafür, dass Fahranfänger deutlich mehr Unfälle
produzieren als „alte Hasen“: Obwohl die 18- bis 24jährigen
nur acht Prozent der Autofahrer stellen, spielen junge
Verkehrsteilnehmer bei den Unfallverursachern eine führende
Rolle. Mehr als ein Fünftel (22%) aller Unfälle mit
Personenschaden wurden von 18- bis 24jährigen verursacht.
(Statistisches Bundesamt)
Anfängerfehler haben viele Ursachen: Mancher beugt sich
dem Druck der Gruppe, die besonders schnelles Fahren
„cool“ findet und über maßvolles Fahren ihre
Witzchen macht. Kindisches Imponiergehabe im Auto ist
keine Seltenheit: ein Grund, weshalb regelrechte Rennen
veranstaltet und dabei auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet
werden.
Disko-Fahrten haben ihre eigenen Tücken: Junge Fahrer überschätzen
oft ihre Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit. Häufig
sind sie nach einer Disko-Nacht in den frühen
Morgenstunden unterwegs. Allein der Schlafentzug, von dem
der Fahrer bei lauter Musik und Tanz nichts gemerkt hat,
macht ihn ähnlich fahruntüchtig wie Bier und Wein. Auch
die süßlich schmeckenden Alcopos mindern ganz erheblich
die Reaktionsfähigkeit am Steuer. Leicht kommt es bei übernächtigten
Fahrern zum Sekundenschlaf – und damit zu Unfällen mit
verheerenden Folgen.
Genau hier setzt seit 1984 die Arbeit
der "Aktion Junge Fahrer" an. Das
Aktionsprogramm, die direkte Ansprache der jungen Fahrer
und die entsprechende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
werden ganzjährig bundesweit von den örtlichen
Verkehrswachten durchgeführt.
Die Ansprache der jungen Fahrerinnen und Fahrer und das
Einwirken auf ihr Umfeld erfolgt über Publikationen,
Anzeigen und Plakate. Ziel der Medienkampagne ist es,
mittels für diese Altersstufe wichtiger und zentraler
Themen ein Gefahrenbewusstsein für die Gefährdungssituationen
von Fahranfängern zu schaffen.
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